Köln,
13
September
2019
|
11:28
Europe/Amsterdam

Wasserwirtschaft im Rheinischen Braunkohlenrevier: 160 Experten diskutierten über Flüsse und Bäche im Revier

RWE Power AG

Newsfacts:
  • RWE Power: „Wir brauchen Planungssicherheit“
  • Fokus der 4. Fachtagung lag auf Fließgewässern

Planungssicherheit und Verlässlichkeit für die Kraftwerke, Veredlungsbetriebe und Tagebaue sowie die Region: Das forderte Dr. Harald Marx, Leiter der Bergbauplanung bei RWE Power, am Donnerstag bei einer Fachtagung des Unternehmens zum Thema „Wasserwirtschaft“. „Das Rheinische Revier steht bei der vollständigen Umsetzung der Empfehlungen der Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung vor großen Herausforderungen. Diese können wir nur meistern, wenn wir Planungssicherheit haben, sowohl für unsere Mitarbeiter in unseren Betrieben, als auch für die Menschen in der Region.“

Rund 160 Experten der Wasserwirtschaft waren der Einladung von RWE Power gefolgt und diskutierten am Donnerstag auf Schloss Paffendorf über die Zukunft der Gewässer im Rheinischen Braunkohlenrevier.

Das Programm dieser vierten Fachtagung lieferte einen breiten Querschnitt rund um die Flüsse und Bäche im Rheinischen Revier. Wolfgang Dronia von der Bezirksregierung Arnsberg stellte den rechtlichen Rahmen für die Verlagerung, Entfernung oder Wiederherstellung von Fließgewässern für die Tagebaue vor.

Dr. Gerd Demny vom Wasserverband Eifel-Rur veranschaulichte am Beispiel der verlegten Inde, welche Chancen die naturnahe Wiederherstellung eines Flusslaufs hat: Die früher regulierte Inde schlängelt sich heute frei durch eine bis zu 300 Meter breite Aue. Dort leben heute weitaus mehr seltene Tier- und Pflanzenarten als am regulierten Flussabschnitt. Fachgutachter Dr. Uwe Koenzen, Vera Müller von der Bezirksregierung Köln und Dr. Christian Gattke vom Erftverband gaben einen Überblick über die Auswirkungen des Bergbaus auf Inde, Erft und Rhein und diskutierten dabei auch Themen wie Fischschutz oder Hochwasser.

„Wir brauchen den Austausch mit Fachleuten, aber genauso auch mit allen anderen Interessensvertretern in der Region“, meinte Sara Hassel, Leiterin der wasserwirtschaftlichen Planung und Genehmigung bei RWE Power, zum Ende der Veranstaltung. „Die Region birgt viele Chancen, die wir nur gemeinsam nutzen können. Deswegen lassen Sie uns weiter im Gespräch bleiben und gemeinsam die nächsten wichtigen Schritte gehen.“