Essen,
05
Februar
2019
|
19:26
Europe/Amsterdam

RWE Generation SE

Zwischenfall am Müllheizkraftwerk in Essen-Karnap

  • Aktivkoksgranulat nördlich des Kraftwerks niedergegangen
  • Gehwege und Straße im betroffenen Gebiet wurde gereinigt, Anwohner wurden informiert
  • Reinigungsbereich nach weiteren Funden vorsorglich erweitert

Im Laufe des Montag-Vormittag hat es einen Zwischenfall am Müllheizkraftwerk im Stadtteil Karnap gegeben. Aufgrund eines defekten Bauteils (Aktivkoksfilter) kam es zu einem ungeplanten Stoffaustritt. Dabei wurde Aktivkoksgranulat freigesetzt. Dieses stammt aus dem Filter der Rauchgasreinigungsanlage, die der Müllverbrennung nachgeschaltet ist. Aktivkoks ist schwarz, porös und zwischen fünf und zehn Millimeter groß.

Das Umweltamt der Stadt Essen, die Bezirksregierung Düsseldorf als zuständige Überwachungsbehörde und das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) sind informiert und eingebunden. Vor Ort wurden Untersuchungen vorgenommen. Die ersten Messergebnisse liegen voraussichtlich Ende der Woche vor.

Aktivkoksgranulat ging vor allem im unmittelbaren nördlichen Umfeld des Kraftwerks im Umfeld der Straßen Am Werthschemm, Beisekampsfurth, Arenbergstraße und Im Arlenkamp nieder.

Im Laufe des Dienstags gingen vereinzelt auch Hinweise von Anwohnern aus Wohngebieten nordöstlich des genannten Bereichs bei RWE ein. Das vorgefundene Material ist deutlich feiner (etwa 0,3 bis 0,5 mm) als das im Kraftwerkumfeld vorgefundenen Granulat. Ein Zusammenhang mit dem Stoffaustritt aus dem Heizkraftwerk Karnap kann aktuell nicht ausgeschlossen werden. Aus diesem Grund erweitert RWE das Reinigungsgebiet vorsorglich auf den Bereich zwischen Carnaper Hof, Boyer Straße, Karnaper Straße und Arenbergstraße. Zu den Funden steht RWE im Austausch mit den Behörden.

Die öffentlichen Straßen und Gehwege in den Straßen im direkten Umfeld des Kraftwerks sind inzwischen gereinigt. Ein Spielplatz am Werthschemm wurde gereinigt und die oberste Sandschicht entfernt.

Anwohner in dem betreffenden Gebiet wurden im Verlauf des Dienstag persönlich bzw. mit Infozetteln über den Umgang mit dem Aktivkoks informiert: Das ausgetretene Granulat darf nicht in den Mund gelangen. Ein Hautkontakt mit dem Material ist zu vermeiden. Bevor aktuell geerntetes Gemüse aus dem eigenen Garten verzehrt werden kann, sollte es gründlich gereinigt werden. Straßenschuhe sollten vorsorglich vor der Haustüre stehen bleiben.

Bei Granulatfunden auf ihren Grundstücken sollen sich Anwohnerinnen und Anwohner an die Hotline der RWE Generation SE (0201 - 838 63205) wenden, damit RWE kurzfristig eine Reinigung durchführen kann. Die Hotline ist 24 Stunden besetzt.