Köln,
19
Juni
2017
|
16:26
Europe/Amsterdam

Zwischenlager steigert Zuverlässigkeit der Klärschlamm-Verwertung

RWE Power investiert knapp 3 Millionen Euro auf dem Knapsacker Hügel

RWE Power hat heute auf dem Knapsacker Hügel ein Zwischenlager für Klärschlamm in Betrieb genommen. Die Halle ist so groß wie zwei Eishockeyfelder und kann einen Zehntagesvorrat Klärschlamm speichern. Sie dient als Puffer zwischen der Anlieferung des Klärschlamms und seiner Mitverbrennung in den RWE-Kraftwerken Berrenrath, Goldenberg oder Frechen. „Mit dieser Drei-Millionen-Investition steigern wir die Zuverlässigkeit dieses umweltfreundlichen Entsorgungsweges für unsere kommunalen Kunden“, erklärte Vorstandsmitglied Dr. Lars Kulik bei der Inbetriebnahme.

Der freistehende, eingeschossige Stahlträgerbau steht direkt neben dem Kraftwerk Goldenberg. Er ist von der nächsten Wohnbebauung in Berrenrath rund 1,2 Kilometer entfernt. Geruchsbelästigungen sind praktisch auszuschließen, da die Halle mit einer Abluftbehandlungsanlage ausgerüstet ist. Die im Genehmigungsverfahren eingereichten Gutachten belegen, dass vom Betrieb der Halle keine relevanten Veränderungen der Umweltsituation ausgehen werden. Von montags bis samstags werden bis zu 50 Lkws zusätzlich Klärschlamm abliefern; sie werden wie üblich über ortsferne Straßen auf den Knapsacker Hügel fahren: die A 1, die Zieselsmaarstraße, die Villenstraße und die Straße an den Weißen Häusern. Rund 70 Prozent des Aufkommens werden in den dortigen Anlagen verwertet, der Rest in der Fabrik Frechen; der dafür nötige Werksverkehr rollt ebenfalls über die genannte Strecke.

Bislang lieferten die Kunden hauptsächlich von montags bis freitags an, und zwar so viel, wie von RWE täglich in den beteiligten Braunkohlenkraftwerken mitverbrannt werden kann. An Wochenenden und an Feiertagen stand kein Klärschlamm zur Verfügung, blieben die Entsorgungskapazitäten ungenutzt. Zudem fehlte ein Zwischenlager zur Überbrückung von Betriebsstörungen in den Kraftwerken. Deshalb hatten die kommunalen Kunden keine vollständige Sicherheit darüber, dass ihr Klärschlamm angenommen und entsorgt werden konnte. Mit der neuen Halle wird die Logistik vergleichmäßigt und verbessert. Zusätzliche 80.000 Tonnen Klärschlamm können pro Jahr im Rahmen der bestehenden Genehmigung verwertet werden.

Seit 1994 setzt RWE Power Klärschlamm in den Kraftwerken Berrenrath, Goldenbergwerk und Frechen ein. Er wird ausgefault und mechanisch entwässert angeliefert. So wird er dem Hauptbrennstoff Braunkohle zugeschlagen. Auf diese Weise wird sein Heizwert sinnvoll zur Erzeugung von Prozessdampf, Fernwärme und Strom genutzt. RWE Power-Vorstand Lars Kulik: „Zudem verbessert sich durch die Mitverbrennung des biogenen Materials die CO2-Bilanz der Stromerzeugung. Weil Braunkohle eingespart und durch CO2-neutrales Material ersetzt wird, entstehen weniger Treibhausgase pro Kilowattstunde Strom.“ Die Rauchgase werden mit aktivkohleähnlichem Koks aus Braunkohle gereinigt.

Nachbarschafts-Service Knapsack:T 02233/947-71030, veredlung.knapsack@rwe.com